Vom BASF-Mitarbeiter zum Unternehmensgründer

  • Startup Inkubator der BASF feiert einjähriges Bestehen
  • Chemovator GmbH bietet geschützten Raum für BASF-Mitarbeiter mit unkonventionellen Geschäftsideen
  • Erste Umsätze bereits nach drei Monaten erzielt

Was haben modulares Bauen, Coworking und Polymere gemeinsam? Alle Themen sind Teil der BASF! Genauer gesagt, sie sind Teil der Chemovator GmbH. Chemowas? Im internen Inkubator der BASF werden unkonventionelle Geschäftsideen, die mit hohem Risiko behaftet sind und meist außerhalb des Kerngeschäfts liegen, zu investierbaren Geschäftsmodellen entwickelt. Warum? Die Entwicklung von unkonventionellen Ideen erfordert untypische Herangehensweisen, die sich nur schwer im klassischen Großkonzernumfeld umsetzen lassen.

Chemovator feiert einjähriges Bestehen

Im Mai 2018 wurde das junge Unternehmen gegründet. „Seitdem hat sich einiges getan“, so Dr. Markus Bold, Geschäftsführer der Chemovator GmbH. Mittlerweile sind bereits sieben Venture Teams eingezogen. „Wir haben im vergangenen Jahr mehr als 50 Ideen von BASF-Mitarbeitern präsentiert bekommen. Ich bin immer wieder von den durchdachten Ideen begeistert und ich habe Respekt vor jedem Einzelnen, der seine Geschäftsidee bei uns vorstellt.“, so Bold. Die Formel zum Erfolg? Chemovator arbeitet eng mit erfahrenen Gründern zusammen. Zudem dürfen sich die Teams zu 100% auf ihre Geschäftsidee konzentrieren. So ist es möglich, das Beste aus BASF und der Startup-Welt miteinander zu kombinieren.

Erste Umsätze nach nur drei Monaten

Besonders beeindruckend ist die Geschichte eines Gründerteams aus dem Landwirtschafsbereich der BASF: BOXLAB. Gründer Mischa Feig entwickelt eine „Quick-und-Schick Lösung“, um etikettierte Kartonagen aus hochregulierten Industrien innerhalb von 24 Stunden zu ersetzen – ein Prozess, der normalerweise mindestens zwei Wochen dauert. Bereits nach drei Monaten erzielte BOXLAB erste Umsätze. „Mit unserem Produkt kann die BASF nicht nur mehr als die Hälfte der Kosten sparen, es entstehen auch deutlich weniger Entsorgungs- und Zeitaufwände“, so Feig. Die Lieferkette wird somit deutlich effizienter und nachhaltiger gestaltet.

Große Pläne für die Zukunft

Der nächste Schritt besteht darin, die ersten Teams zum Erfolg zu führen. Darüber hinaus ist geplant, die gesamte Rhein-Neckar Region zu einem Hub für Startups aus der Chemiebranche zu transformieren. „Unser Ziel ist es, der Inkubator für alle Ideen aus der Chemiebranche zu werden“, so Bold, „und wir setzen dafür auf einen intensiven Austausch mit lokalen Kooperatoren.“

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