Durchbruch für nachhaltigere Kautschukproduktion.

Gemeinsam mit Vertretern gesellschaftlicher Institutionen, NGOs und Playern der Naturkautschukverarbeitung hat die BMW Group auf einer Gründungsversammlung in Singapur im März die unabhängige Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR) ins Leben gerufen. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette bei Naturkautschuk überprüfbar nachhaltig zu gestalten. Die Automobilindustrie ist einer der größten Verwerter von Naturkautschuk weltweit.

Naturkautschuk wird aus der Pflanzenmilch der Kautschukbäume gewonnen. Das geschieht meist in Monokulturen in Südost-Asien, die mittlerweile eine Fläche von mehr als acht Millionen Hektar einnehmen. Zudem werden über 80 Prozent auf sehr kleinen Höfen angebaut. Ein Überprüfen der jeweiligen sozialen und ökologischen Anbaubedingungen ist deshalb schwierig.

Die BMW Group bezieht Naturkautschuk zwar nur indirekt. Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind jedoch feste Bestandteile der Unternehmensphilosophie. Das Unternehmen engagiert sich deshalb bereits seit Jahren dafür, Reifenzulieferer zu mehr Nachhaltigkeit zu verpflichten. Derzeit liegt der jährliche Bedarf an Naturkautschuk für die Bereifung der Fahrzeuge allein bei der BMW Group bei rund 24.000 Tonnen.

Alle Gründungsmitglieder der GPSNR haben sich verpflichtet, die sozialen und ökologischen Bedingungen beim Anbau zu verbessern und auch bei Geschäftspartnern auf mehr Nachhaltigkeit zu drängen. Zudem werden Maßnahmen gegen die Entwaldung ergreifen und mehr Transparenz in den Lieferketten gewährleisten.

Initiiert wurde die Global Platform for Sustainable Natural Rubber von den CEOs des Reifenindustrieprojekts Tire Industry Project (TIP) des World Business Council für nachhaltige Entwicklung (WBCSD). Im WBCDS sind arbeiten über 200 weltweit führende Unternehmen zusammen, um Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben. Aktuell beteiligt an der GPSNR sind über 40 Organisationen und Institutionen. Darunter vor allem Reifenhersteller, Lieferanten, die Automobilindustrie und NGOs, die sich international für die Umwelt und verbesserte Arbeitsbedingungen einsetzen. Die BMW Group ist als einziges Automobilunternehmen auch im Exekutivkomitee vertreten.

Quelle: BMW

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