Ford zeigt „versteckte“ Gefahrenschwerpunkte im Stadtverkehr mittels Big Data und vernetzter Fahrzeuge

– Ein Test mit vernetzten Ford Fahrzeugen verdeutlicht, warum einige Straßen und Kreuzungen potenziell gefährlicher sind als andere

– Datenbasierte Beobachtungen zeigen außerdem, wo die Straßeninfrastruktur die Verkehrsteilnehmer zu riskanten Manövern verleitet

– Bereits einfache Maßnahmen wie die Verbesserung der Sicht durch Vegetations-Rückschnitt oder die Installation von Ampelkameras können Probleme beheben – dies wurde im Rahmen der Studie an acht ausgewählten Hotspots in London festgestellt

– Ford möchte lokale Behörden dabei unterstützen, zukünftige Unfallschwerpunkte vorauszusehen und gegebenenfalls abzumildern. Das City Data Insights Team weitet seine Datenanalyse auf die Ford-Standorte Köln und Valencia (Spanien) aus.

Ford setzt Big-Data-Analysen ein, um herauszufinden, wo und warum einige Straßenabschnitte potenziell gefährlicher sind als andere. Neue Erkenntnisse hierzu vermittelt eine insgesamt zweijährige Studie. Es wurde geprüft, wie vernetzte Ford Fahrzeuge und zukunftsweisende Analytik dazu beitragen können, das Autofahren in Städten einfacher und sicherer zu gestalten. Die Studie zeigt, wie bereits einfache Maßnahmen zur Lösung von Sicherheitsproblemen beitragen können, die exemplarisch auf Straßen und an Kreuzungen im Großraum London identifiziert worden waren.

„Die Verwendung von Big Data zur Erkennung von möglichen Gefahrenquellen ist zunächst eine eher theoretische Angelegenheit – wir konnten nun aber belegen, dass dieses Konzept auch wirklich funktioniert“, sagte Jon Scott, Project Lead, City Insights, Ford Mobility, Europe. „Wir haben die Idee der vorausschauenden Verkehrssicherheit einen Schritt weitergeführt, indem wir mit Experten aus dem Bauingenieurswesen zusammenarbeiten, um die Sicherheitsdefizite an den betreffenden Standorten besser zu verstehen und Vorschläge zu deren Beseitigung zu machen“.

Mobilitätsexperten des Ford City Insights-Team haben bereits im vergangenen Jahr in London zahlreiche Ereignisdaten von Beinahe-Unfällen erfasst – dazu zählen etwa starkes Abbremsen oder aktivierte Warnblinkleuchten*. Darauf aufbauend wurden die mittels vernetzter Fahrzeuge gewonnenen Daten mit Unfalldaten aus der Vergangenheit korreliert. Auf diese Weise wurde ermittelt, auf welchen Straßenabschnitten künftig am wahrscheinlichsten Verkehrsunfälle erwartet werden können. Diese „versteckten“

Gefahrenschwerpunkte wären durch herkömmliche Unfallprotokolle möglicherweise nicht identifiziert worden.

Um das Konzept weiter zu untermauern und außerdem besser zu verstehen, warum bestimmte Straßenabschnitte eine proportional höhere Anzahl von sicherheitsrelevanten Vorfällen aufweisen, hat Ford mit dem führenden britischen Verkehrsunternehmen Traffic Watch UK zusammengearbeitet. An acht ausgewählten Hotspots in London wurden die Aktivitäten der Verkehrsteilnehmer sowie die örtlichen Gegebenheiten erfasst und analysiert. Dazu zählen:

– Ampelsignale für Auto- und Radfahrer sowie deren Einhaltung

– Sicht auf Verkehrszeichen, Einschränkungen durch Äste, Bäume oder falsche Ausrichtung der Verkehrszeichen

– Straßenoberflächen, Gefährdung durch Schäden oder Kanaldeckel

– Enge Fahrspuren, die zu Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmern führen

„Es ist wohl kein Zufall, dass beim Auswerten von Brems- und Lenkmanövern auch Hinweise auf schlecht erkennbare Verkehrszeichen sowie auf Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gefunden wurden“, sagte Amanda Wickens, Managing Director, Traffic Watch UK.

„Zweifellos gibt es eine echte Chance, dass vernetzte Technologien und die Analyse von Fahrzeugdaten Verkehrsunfälle in Zukunft reduzieren könnten“.

Ford diskutiert derzeit die Empfehlungen aus dem Forschungsprogramm mit den zuständigen lokalen Behörden. Zu den Vorschlägen gehören die Einführung von „Starenkästen“ zur Abschreckung von Ampelsündern, das Zurückschneiden der Vegetation, um sicherzustellen, dass die Beschilderung der Straße deutlich sichtbar ist, bei Bedarf eine bessere Beschilderung, die Ausbesserung von Fahrbahnschäden sowie die Sicherstellung angemessener Spurbreiten. In Zukunft könnten vernetzte Fahrzeuge und Echtzeitanalysen dazu führen, dass Risiken für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer – beispielsweise ausgefallene Ampeln – früher erkannt werden. Die Auswirkungen von künftigen Straßennetzänderung auf die Sicherheit, etwa im Zuge von Bauarbeiten, könnten ebenfalls besser verstanden werden.

Im Anschluss an die umfangreiche Studie in London, in der mehr als 500 Millionen Daten aus einer Million aufgezeichneter Kilometer gesammelt wurden, arbeitet das Ford City Insights-Team nun mit weiteren europäischen Städten zusammen, wie zum Beispiel Köln und Valencia, Spanien. Ziel ist es, weitere Potenziale für datengetriebene Erkenntnisse zu identifizieren und das Verständnis für verschiedene Stadttypen zu erweitern.

„Mit Ford Mobility setzen wir unser Fachwissen ein, um zur Lösung allgemeiner Probleme im städtischen Verkehrsumfeld beizutragen“, sagte Sarah-Jayne Williams, Director, Ford Mobility, Europe. „Unsere Mission bei Ford ist es, Menschen zu helfen, sich sicher und selbstbewusst im Straßenverkehr zu bewegen. Das City Insights-Programm ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir genau das verwirklichen können“.

Quelle: Ford

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