Knorr-Bremse bereinigt Portfolio und veräußert den Geschäftsbereich Powertech

 

  • Verkauf sämtlicher Aktivitäten des Geschäfts mit Energieversorgungssystemen von Powertech
  • Konsequente Ausrichtung an Kernkompetenzen von Knorr-Bremse
  • Verbesserung der Ebit-Marge um 50 Basispunkte nach einmaliger Sonderbelastung in 2019 erwartet

Knorr-Bremse, Weltmarktführer für Bremssysteme und führender Anbeiter weiterer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat heute einen Vertrag zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Powertech an den Münchner Investor Radial Capital Partners (RCP) unterzeichnet. Das Closing der Transaktion wird unmittelbar im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung stattfinden.

„Im Rahmen der kontinuierlichen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten an unseren Kernkompetenzen als Schlüsselanbieter von Subsystemen, Komponenten und Dienstleistungen für die Schienenfahrzeugbranche haben wir entschieden, uns von dem Geschäftsbereich Powertech zu trennen. Es hat sich herausgestellt, dass weniger Synergien zwischen dem Geschäftsbereich und den übrigen Aktivitäten von Knorr-Bremse zu erzielen sind als ursprünglich erwartet“, sagt Dr. Jürgen Wilder, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und zuständig für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge. „Mit RCP haben wir den idealen Eigentümer gefunden, damit sich Powertech klar auf seine eigenen Geschäfte fokussieren und sein Potenzial außerhalb des Konzerns voll entfalten kann.“

Ralph Heuwing, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und CFO, ergänzt: „Unsere regelmäßige Überprüfung des Geschäftsportfolios auf Performance und Strategiefit hat ergeben, dass eine Veräußerung von Powertech die beste Lösung ist. Dafür müssen wir zwar in diesem Jahr eine einmalige Sonderbelastung verarbeiten; die operative EBIT-Marge des fortgeführten Geschäfts wird jedoch durch diese Maßnahme um 50 Basispunkte gestärkt. Dies werden wir bereits in 2020 sehen.“

Die Transaktion umfasst die vollständige Übernahme der globalen Geschäftsaktivitäten von Powertech sowie sämtlicher Mitarbeiter. Mit dieser Transaktion wird – unter Berücksichtigung der erforderlichen Kapitalausstattung, Entkonsolidierungseffekten sowie weiterer transaktionsbezogener Einmalaufwendungen für das laufende Geschäftsjahr – eine einmalige Sonderbelastung im Finanzergebnis von insgesamt knapp 80 Mio. Euro wirksam.

Der Geschäftsbereich Powertech fertigt mit 526 Mitarbeitern elektrische Energieversorgungssysteme für den Schienenverkehr und industrielle Anwendungen und erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Umsatz von rund 90 Mio. Euro sowie ein Ergebnis (EBIT) von -19 Mio. Euro. Das Portfolio umfasst Umrichter und elektrische Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge ebenso wie für Energiegewinnungs- und Speicheranlagen, verschiedenste industrielle Anwendungen sowie hoch dynamische Motor- und Getriebeprüfstände. Zu dem Geschäftsbereich gehören drei Gesellschaften in Deutschland – Knorr-Bremse Powertech GmbH, Knorr-Bremse Powertech GmbH & Co. KG und Knorr-Bremse Powertech Verwaltungs GmbH –, die US-amerikanische Knorr-Bremse Powertech Corp. sowie weitere geschäftliche Aktivitäten in Australien, Spanien und der Volksrepublik China.

RCP beteiligt sich an mittelständischen Industrieunternehmen in Sonder- und Umbruchsituationen, insbesondere Randaktivitäten von Konzernen, die über operative Wertsteigerungspotentiale verfügen. Im Beteiligungsmanagement setzt RCP auf die langfristige und nachhaltige Entwicklung der Beteiligungsunternehmen unter Berücksichtigung umweltbezogener und sozialer Belange. Mit einer umfangreichen und langjährigen Investment- und Managementerfahrung stellt das Management Team von RCP auch die operative Begleitung und Entwicklung der Gruppenunternehmen in den Mittelpunkt der Aktivitäten.

Quelle: Knorr-Bremse
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