Clariant Masterbatches und BMW präsentieren auf der K 2019 Erfolgsgeschichte im Fahrzeugleichtbau

  • Fahrzeughersteller berichtet über 20 Prozent Gewichtseinsparung bei Armaturentafeln
  • Spritzgießverfahren mit chemischen Treibmitteln und Core-Back-Technologie
  • HYDROCEROL® fördert erhöhte Nachhaltigkeit

Clariant zieht während der K 2019 vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf Verbesserungen der Nachhaltigkeit im Bereich der Kraftfahrzeugfertigung auf sich. In einer Präsentation am Freitag, dem 18. Oktober, um 14:30 Uhr auf dem Messestand von Clariant (Halle 8a, Stand J11) berichtet Dipl. Ing. Joachim Melzig von BMW über „Injection molding of structural foam. A Clariant and BMW success story“.

Herr Melzig wird erläutern, wie BMW die HYDROCEROL chemischen Treibmittel (chemical foaming agents, CFA) von Clariant in den Armaturentafeln fast sämtlicher seiner Fahrzeuge nutzt, einschließlich der 3er und 5er Serie. Die Additive helfen nicht nur, das Gewicht der Armaturentafeln zu reduzieren, sondern verbessern auch deren mechanische Eigenschaften – wie beispielweise die Biegefestigkeit, unter anderem entscheidend für die Widerstandsfähigkeit gegen die Stoßlast bei Kollisionen. Das Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil der Anstrengungen des Automobilherstellers, das Fahrzeuggewicht zu reduzieren, die Kraftstoffeffizienz zu optimieren und weniger Polymer zu verbrauchen.

„HYDROCEROL Treibmittel-Masterbatches spielen eine entscheidende Rolle im Clariant-weiten Programm zur Förderung einer nachhaltigeren Kunststoffindustrie“, erläutert Laura Carrillo, Head of Market Segment Automotive, Europe, bei Clariant. „Veröffentlichten Berichten zufolge konnte BMW mit unserem HYDROCEROL das Gewicht der Armaturentafeln seiner Fahrzeuge um 20 Prozent reduzieren. Diese Gewichtseinsparung ist ein wichtiger Faktor in der generellen Leichtbaustrategie, die der Hersteller umsetzen muss, um die strengen Vorschriften zur Reduzierung der Fahrzeugemissionen zu erfüllen. Jedes Kilogramm weniger trägt zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bei und verringert damit auch die in die Atmosphäre entweichenden CO2-Emissionen.“

HYDROCEROL wird dem Kunststoff bei der Verarbeitung beigemischt und setzt unter Wärmeeinwirkung Gas frei. Dieses bildet im Kunststoff eine Schaumzellstruktur, während die Außenhaut geschlossen bleibt, sodass der Schaum von außen nicht sichtbar ist. Da das Gas die polymere Schmelze verdrängt, wird weniger Kunststoff benötigt, um akzeptable Formteile zu fertigen.

HYDROCEROL kann auf nahezu allen handelsüblichen Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Im Fall der BMW Armaturentafeln ist die Reduzierung der Dichte besonders hoch, da die chemischen Treibmittel in Kombination mit Core-Back-Technologie eingesetzt werden – ein Verfahren, bei dem das Werkzeug beim Einspritzen leicht geöffnet wird, um Druck abzubauen und die Expansion des Schaumkerns zuzulassen.

Darüber hinaus bietet HYDROCEROL weitere Vorteile. Im Gegensatz zum Spritzgießen massiver Formteile entfällt beim Strukturschaumverfahren der Nachdruck, der nur die Schaumbildung behindern würde. Das führt zu Energieeinsparungen dank kürzerer Zykluszeiten und reduziert die erforderlichen Schließkräfte.

ERHÖHTE NACHHALTIGKEIT

Aufgrund seiner Nachhaltigkeitsvorteile – Einsparungen an Gewicht, Material und Energie, reduzierter Verbrauch fossiler Rohstoffe und bessere CO2-Gesamtbilanz, abgesehen vom Einsatz sicherer und unbedenklicher Rohmaterialien – trägt HYDROCEROL das EcoTain® Label von Clariant. EcoTain ist ein Qualitätssiegel für Clariant Produkte, die ein systematisches und rigoroses Screening nach 36 Kriterien in drei Nachhaltigkeitskategorien bestanden haben: Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaftlichkeit. Es zeichnet Lösungen aus, die ohne Leistungseinbußen herausragende Nachhaltigkeitsvorteile bieten sowie für Kunden und die Gesellschaft insgesamt einen Mehrwert mit sich bringen.

Diesen Beitrag empfehlen
Plast.tv YouTube
Plast.tv Vimeo