E-Roller auf dem Radar mit dem Mercedes-Benz Abbiege-Assistent

Seit diesem Sommer sind sie in zahlreichen Städten auf dem Vormarsch: die E-Roller, auch E-Scooter genannt. In nahezu jeder deutschen Großstadt gibt es mittler­weile diverse Anbieter aus dem In- und Ausland. Überall im Innenstadtbereich erobern die flinken Flitzer Fahrradwege und Straßen – was so manchen Lkw-Fahrer beunruhigt. Denn die schmale Silhouette und das flotte Tempo der E-Roller bergen gerade dann ein Gefahrenpotenzial, wenn sie parallel zum Lkw auf der Beifahrerseite unterwegs sind und dieser rechts abbiegen muss. Hier kann der Abbiege-Assistent von Mercedes-Benz im neuen Actros zu einer deutlichen Entschärfung der Situation beitragen. Das System ist in der Lage, ein sich bewegendes oder stehendes Objekt in der Überwachungszone auf der rechten Seite des Lkw zu erkennen. Dabei kann es sich um Fußgänger, Radfahrer oder Verkehrsschilder, aber eben auch E-Roller handeln. In einem solchen Fall wird der Fahrer zunächst optisch informiert. Dazu leuchtet im Display der MirrorCam auf der Beifahrer­seite ein gelbes dreieckiges Warnsymbol auf. Bei Kollisionsgefahr blinkt die Anzeige dann mehrfach rot, nach zwei Sekunden permanent rot. Überdies ertönt zeitgleich ein Warnton von der Beifahrerseite her.

Der Abbiege-Assistent von Mercedes-Benz Trucks ist das einzige voll in die Fahrzeug­architektur integrierte Assistenzsystem seiner Art im Lkw-Markt, das ab Werk für zahl­reiche Baumuster der Actros und Arocs erhältlich ist. Der Abbiege-Assistent arbeitet sowohl in Solofahrzeugen als auch in kompletten Lastzügen mit bis zu 18,75 m Länge.

Dass ein System wie der Abbiege-Assistent von Mercedes-Benz Trucks die Anzahl schwerer Rechtsabbiegeunfälle mit Personenschäden verringern kann, zeigt eine Analyse der Unfallforschung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. zu Unfällen zwischen Lkw und Radfahrern. So gehen die Versicherer davon aus, dass mit einem solchen System rund die Hälfte aller Unfälle zwischen Lkw und Radfahrern vermieden werden könnte. Die Zahl der damit verbundenen Todesfälle ließe sich im Idealfall um rund ein Drittel reduzieren, die Zahl der Schwerverletzten um mehr als 40 Prozent.

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