Sechste Auszeichnung in Folge für Hengst Filtration

Fluidmanagementmodul für Daimler HDEP-Motoren gewinnt Aluminium-Druckguss Wettbewerb

Das Unternehmen Hengst Filtration aus Münster ist zum sechsten Mal in Folge beim Aluminium-Druckguss-Wettbewerb des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie e.V. (GDA) ausgezeichnet worden: Die Fachjury zeichnete ein von Hengst entwickeltes und am Standort Nordwalde produziertes Öl-Kühlmittel-Modul für die Nutzfahrzeugmotoren HDEP der Daimler AG mit dem ersten Preis aus. Die Auszeichnung fand am 14. Januar 2020 im Rahmen der Fachmesse „Euroguss“ in Nürnberg statt.

Das bei Hengst gefertigte Aluminium-Gussteil bildet das Herzstück des Öl-Kühlmittel-Moduls für den HDEP-Motor (Heavy Duty Engine Platform) der Daimler AG. Der Weltmotor (Reihen 6-Zylinder, 12,8 – 15,6 Liter Hubraum) wird in schweren Nutzfahrzeugen der verschiedenen Konzernmarken wie Mercedes-Benz, Freightliner, EvoBus und Fuso sowie einer Vielzahl von Land- und Baumaschinen eingesetzt. Entsprechend komplex waren die Anforderungen an die Hengst Entwickler: Die Aufgabe lautete, im vergleichbaren Bauraum zum Vorgängermodul eine hohe Variantenvielfalt sowie zahlreiche Funktionen zu integrieren und zusätzlich eine Gewichtseinsparung zu realisieren.

Dank des dünnwandigen Druckgusses konnte ein konsequenter Leichtbau realisiert werden. Das Gussteil erfüllt zudem höchste Anforderungen an Dichtigkeit und Druckfestigkeit und ist dabei als Lebensdauerbauteil konzipiert.

Das für den HDEP-Motor entwickelte Modul wird am Kurbelgehäuse angeflanscht und umfasst den Ölfilter, Wärmetauscher, Ventile, Sensoren, Anschlüsse und eine Kühlmittelpumpe. Dabei setzt Hengst auf eine komplett integrierte Medienführung ohne Schläuche und Rohre für Rohöl, Reinöl und Kühlmittel. Das Bauteil besteht aus mehr als 50 Einzelteilen, spart Bauraum und Gewicht ein und trägt mit seinen geringen Strömungswiderständen zudem zu Kraftstoff- und Emissionseinsparungen bei. So wurde nicht nur das Rohteilgewicht um 18 %, sondern auch das Gewicht des Druckgusswerkzeugs um 44 % verringert.

„Diese erneute Auszeichnung freut uns enorm. Sie stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Hengst sowohl in der Entwicklung als auch in der Fertigung zu den führenden Unternehmen der Branche gehört.“, sagt Dr. Andreas Dworog, Group Director Advanced Development bei Hengst. „Sie bestätigt unsere Strategie, Entwicklungs-, Konstruktions- und Fertigungskompetenz unter einem Dach zu vereinen. Erst dadurch können wir gemeinsam mit den Fahrzeugherstellern neuartige Konzepte in kürzester Zeit zur Serienreife führen.“

Produziert wird das Gussteil in der Hengsteigenen Aluminium-Gießerei in Nordwalde (Münster­land) – eine der modernsten Anlagen ihrer Art weltweit. Sie ermöglicht eine endformnahe Fertigung und erfüllt höchste Qualitätsanforderungen an Präzision und Reinheit.

Quelle: Hengst

 

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