BMW i Ventures investiert in HeyCharge, um E-Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden auszubauen

  • HeyCharge-Technologie “SecureCharge” ermöglicht eine sichere Abrechnung ohne WLAN oder LTE über eine Cloud-Plattform
  • Die Lösung verbessert die Zugangskontrolle, erleichtert die Abrechnung, senkt Kosten und erhöht die Skalierbarkeit von Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern, Bürogebäuden oder Hotels
  • Das Münchner Start-up sammelt insgesamt 4,7 Millionen US-Dollar ein

München/Mountain View (Kalifornien). BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber für innovative und leistungsstarke Start-ups im Automobil-Sektor, investiert als Lead-Investor in das Münchner Start-up HeyCharge, das den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw vereinfacht. Mit seiner zum Patent angemeldeten Technologie “SecureCharge” ermöglicht HeyCharge das Laden von E-Pkw in Tiefgaragen und Parkhäusern unabhängig von einer Internetverbindung. Insgesamt sammelte das Start-up für seine Seed-Finanzierung 4,7 Millionen US-Dollar ein. HeyCharge gehört zu den Sommer-Absolventen 2021 des US-amerikanischen Start-up-Accelerators Y Combinator.

„Der Markt für Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Jahren rasant wachsen und erfordert einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur weltweit”, sagte Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures. „HeyCharge ermöglicht als erstes Unternehmen das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen ohne Internetverbindung. Das ist der Schlüssel, um Ladestationen ortsunabhängig kommerzialisierbar zu machen. Daher sehen wir bei HeyCharge eine entscheidende Technologie für den flächendeckenden Ausbau der
Ladeinfrastruktur.“

Für gewöhnlich benötigen intelligente E-Ladestationen eine Internetverbindung sowie eine App oder eine RFID-Karte, um aktiviert zu werden. Doch die meisten Tiefgaragen und Parkhäuser verfügen derzeit noch nicht über eine gute Internetverbindung. Chris Cardé, ehemaliger Google-Softwarespezialist sowie Gründer und CEO von HeyCharge, erkannte das Problem, als er sein eigenes E-Auto in der Tiefgarage seines Münchner Wohnhauses nicht aufladen konnte. Da die Zahl der Elektroautos auf den Straßen zunimmt – bis 2040 könnte praktisch jeder weltweit verkaufte Neuwagen ein Elektroauto sein – besteht ein großer Bedarf an skalierbaren Lademöglichkeiten, welche in den Alltag der E-Autofahrer passen.

Nach Aussage von Eurostat lebten 2019 rund 56 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Mehrfamilienhäusern, in Europa 46 Prozent – das heißt gerade auch an diesen Orten braucht es einen Ausbau an Ladestationen. Die Abhängigkeit von einer Internetverbindung erschwert jedoch die Installation von Ladeboxen, gerade in Tiefgaragen und Parkhäusern. Das Ziel von HeyCharge ist es, diese Lücke zu schließen und zugleich für Verbraucher sowie Unternehmen eine kostengünstige, alltagstaugliche und skalierbare Lösung anzubieten, die auch ohne Internet sicher funktioniert. HeyCharge bietet sich vor allem auch für Gebäudebetreiber an, die das beste Preis-Leistungsverhältnis für die Abrechnung mit den Nutzern suchen.

Die zum Patent angemeldete Technologie hinter “SecureCharge” ermöglicht die Kommunikation zwischen Ladegeräten und der HeyCharge-App oder dem Software Development Kit (SDK) über Bluetooth – eine Internetverbindung vor Ort wird somit überflüssig. Die Technologie minimiert die Latenzzeit zwischen Telefon und Ladegerät und maximiert zugleich die Verfügbarkeit des Systems. In Kombination mit dem HeyCharge-Ladegerät, dem “Access Point”, können die Gesamtkosten für Hardware, Installation, Kommunikation und Service um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

In Ergänzung zu der performanten HeyCharge Wallbox (bis zu 22 kW) bietet der HeyCharge Access Point eine intelligente Lösung für die Zugangskontrolle und Verbrauchsabrechnung, basierend auf der sogenannten Mode-2 Ladearchitektur. Der Vorteil dieser Lösung liegt vor allem darin, dass bestehende Ladepunkte mit einfachen Mitteln und in kürzester Zeit aufgerüstet werden können. In wenigen Minuten kann der Betrieb der Infrastruktur sichergestellt und neue Geschäftsmodelle für Partner und Kunden ermöglicht werden.

„Die Lösung von HeyCharge macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen nicht nur skalierbar, sondern auch kostengünstiger, so dass ein einfaches Aufladen von Elektrofahrzeugen überall dort möglich ist, wo man lebt oder arbeitet“, sagte Chris Cardé, Gründer und CEO von HeyCharge. „Wir sind begeistert, in dieser Runde mit BMW i Ventures zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Investition zu nutzen, um unser Produkt weltweit im Markt zu positionieren und zu skalieren und den Verbrauchern kostengünstige Lademöglichkeiten anzubieten.“

Über BMW i Ventures:
BMW i Ventures ist ein im Silicon Valley ansässiger Venture-Capital-Fonds. Seit der Gründung 2011 unterstützt BMW i Ventures die innovativsten und leistungsstärksten Start-ups aus der und für die Automotive-Branche mit einem starken Netzwerk an erfahrenen Partnern und dem Know-how der BMW Group.

Im Fokus stehen Hardware sowie Software-Lösungen von Jungunternehmen aus der Transport-, Fertigungs-, Lieferketten- und Nachhaltigkeitsindustrie. BMW i Ventures war bereits an den Erfolgsgeschichten von über 50 Unternehmen beteiligt, darunter Chargepoint, Xometry, Turntide, Motorway und Chargemaster. Das Unternehmen gehört damit zu den relevantesten Risikokapitalgebern im Automotive-Sektor. Das Volumen der zwei bisherigen Fonds von BMW i Ventures beträgt insgesamt rund 900 Mio. US-Dollar. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Mountain View, Silicon Valley, zudem gibt es Büros in San Francisco und München. Mehr Informationen unter https://www.bmwiventures.com/

Über HeyCharge:
Das Münchner Unternehmen HeyCharge demokratisiert den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw und macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern alltagstauglich und kostengünstig. Die von HeyCharge zum Patent angemeldete “SecureCharge”-Technologie kommuniziert via Bluetooth. So wird vor Ort keine Internetverbindung mehr für das Laden von E-Pkw benötigt. Die Lösung richtet sich damit vor allem an Verbraucher:innen, die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen von Wohnanlagen, Bürogebäuden und Hotels nutzen.

Der US-Amerikaner Chris Cardé und der Deutsche Dr. Robert Lasowski gründeten HeyCharge 2020. Beide sind seit 2001 im Bereich E-Fahrzeuge und Mobilität tätig und waren zuvor für Unternehmen wie BMW Group, Mercedes-Benz, Google und SIXT tätig. Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung in diesem Sektor sind sie bestens aufgestellt, um die Einführung und Demokratisierung von E-Ladestationen auf der ganzen Welt voranzutreiben. Das Team setzt sich aus internationalen Experten zusammen, die Mehrheit der Entwickler ist in Kiew, Ukraine ansässig. Das Unternehmen wird von BMW i Ventures und dem US-Startup-Accelerator Y Combinator unterstützt. Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.heycharge.com/