Skale-Up-Studie für Festkörperbatterien (ASSB) zur zukünftigen Produktion für E-Fahrzeughersteller erfolgreich von Ilika und Comau abgeschlossen

 

  • Im Rahmen der Studie wurden die für eine industrielle Produktion von Festkörperbatterien erforderlichen Maschinen und Prozesse validiert
  • Beide Unternehmen sind in ihren jeweiligen Branchen Vorreiter auf dem Gebiet der Festkörperbatterietechnologie (ASSB) und haben eine Roadmap für die Steigerung der Produktion auf zwei MWh pro Jahr bis Ende 2023 erstellt
  • Die Festkörperbatterietechnologie (ASSB) Goliath von Ilika für Elektrofahrzeuge hat das Potenzial, die Energie- und Leistungsdichte von Batterien zu verbessern
  • Die Experten von Comau im Global Competence Center für Batterien mit Sitz in Turin und Comau UK haben das Projekt gemeinsam mit Ilika innerhalb von zwölf Monaten abgewickelt

Ilika Technologies Ltd, Vorreiter der ASSB-Technologie für Elektrofahrzeuge, und Comau, ein Unternehmen der Stellantis Gruppe und weltweit führend auf dem Gebiet der industriellen Automatisierung und der Entwicklung der Festkörperbatterietechnologie, haben eine von der britischen Regierung finanzierte einjährige Studie zu Maschinen und Prozessen für die Herstellung von Festkörperbatterien mit oxidischen Elektrolyten mit einem Umfang von ca. 100 MWh pro Jahr erfolgreich abgeschlossen.

Comau unterstützte Ilika bei der Entwicklung eines Herstellungsprozesses, sowohl auf Laborgröße als auch in industriellem Maßstab, mit Schwerpunkt auf der Nutzung der vorhandenen Technologien und Maschinen, der nur geringe Anpassungen und dementsprechend reduzierte Investitionen für die Kunden erfordert. Für die noch nicht vorhandenen Technologien entwickelte Comau einige Prozess- und Maschinenkonzepte, die in der zweiten Phase des Projekts industrialisiert werden sollen.

Die Studie hat ergeben, dass die Mehrheit (zwei Drittel) aller Produktionsschritte von Festkörperzellen auf Standardmaschinen oder Maschinen, die für die Herstellung von herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien mit Flüssigelektrolyt verwendet werden, mit nur geringfügigen Anpassungen ausgeführt werden können. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass für nur sehr wenige Prozessschritte die Entwicklung von ASSB-spezifischen Maschinen erforderlich ist. Das von Ilika initiierte Projekt steht mit der langfristigen Strategie und dem Plan von Comau für die Produktion von Festkörperbatterien im Einklang und validiert eine Reihe von Herstellungsschritten, die Comau in Zukunft umsetzen will.

Comau und Ilika haben ihr jeweiliges Know-how der Produkte und Prozesse in diesem Projekt zusammengelegt. Nach Beendigung der Studienphase wurde eine flexible Roadmap festgelegt, um das Ziel von Ilika im Hinblick auf eine Massenproduktion zu erreichen. Comau wird Ilika auch in Zukunft bei allen Aspekten unterstützen, die für die Serienfertigung der Batterien erforderlich sind. Die Produktionssteigerung wird bei Ilika in drei Phasen erfolgen. In einer ersten, bereits eingeleiteten, wird die Produktion auf zwei MWh pro Jahr bis Ende 2023 gesteigert. Dieses Ziel wird durch die Erweiterung des aktuellen Werks in Hampshire, UK, mit Finanzierungen aus 2021 erreicht. Die von Ilika und Comau finanzierte Studie war auf eine Produktionskapazität von 100 MWh ausgerichtet. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wird auch in der zweiten Erweiterungsphase von Ilika fortgesetzt. Die dritte Phase mit Fokus auf GWh-Kapazität wird nach dem Ausbau der 100 MWh-Anlage eingeleitet. Die ASSB-Technologie Goliath für Elektrofahrzeuge von Ilika hat das Potenzial, die Energie- und Leistungsdichte von Batterien zu verbessern. Sie ermöglicht das Aufladen innerhalb von weniger als 20 Minuten und einen Betrieb bei höheren Temperaturen als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien.

Julian Hetherington, Automotive Transformation Director im Advanced Propulsion Centre (APC), meint dazu: „Das Vereinigte Königreich blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte in der Automobilherstellung zurück. Allerdings muss die Industrie sich jetzt an emissionsfreie Technologien anpassen. Wir freuen uns, dass die Förderung, die Ilika und Comau aus dem Automotive Transformation Fund (ATF) erhalten haben, die gemeinsame Entwicklung eines Produkt- und Herstellungsprozesses erfolgreich unterstützt und den Weg für umfassende Investitionen in vergrößerte Anlagen geebnet hat.“

John Coombes, Managing Director von Comau UK, erläutert: „Dieses Projekt ist Bestandteil der Elektrifizierungsstrategie von Comau, die mit einem gemeinsamen Team des internen Global Competence Center für Batteriezellen in Turin und Comau UK entwickelt wurde. Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Ilika sowie dem APC und freuen uns, dass wir unsere Fähigkeit unter Beweis stellen konnten zu diesem Bereich beizutragen.“

Graeme Purdy, CEO von Ilika CEO, ergänzt: „Im Rahmen dieses Projekts konnten die Erweiterungspläne von Ilika für seine Technologie Goliath erfolgreich bestätigt und bedeutende Kosteneinsparungen bei höheren Produktionsvolumen erzielt werden, die den Weg zu einer Produktion im Gigawatt-Bereich ebnen. Aus der Zusammenarbeit mit Comau, einem der weltweit führenden Anbieter von innovativen Engineering-Lösungen, ist ein solider Plan für eine gesteigerte Produktionskapazität der Festkörperbatterien Goliath hervorgegangen.“