Audi rollt charging hub nach erfolgreicher erster Pilotphase weiter aus

60 Prozent wiederkehrende Nutzer_innen bestätigen Konzept des citynahen Ladens als Alternative zur heimischen Wallbox
Weiterer Pilotstandort in Zürich testet ab zweiter Jahreshälfte modulares Konzept in Kompaktbauweise
Salzburg und Berlin sind erste reguläre Stationen für weiteren Rollout des Audi charging hub bis Mitte 2024

Die Resonanz nach der Pilotphase des Audi charging hub in Nürnberg fällt durchweg positiv aus. Dass bislang rund 60 Prozent der Ladevorgänge durch wiederkehrende Kund_innen erfolgten, bestätigt das weltweit einzigartige und citynahe Konzept der Vier Ringe. Mit dem Audi charging hub bedient Audi vor allem Fahrer_innen, die im urbanen Umfeld keine Möglichkeit haben, zu Hause zu laden. In der zweiten Jahreshälfte eröffnet in Zürich in zentraler Lage ein zweiter kompakter Pilot des Audi charging hub, gefolgt von Standorten in Salzburg und Berlin. Weitere Standorte sind für 2023 und Mitte 2024 zunächst in Deutschland geplant.

Rund 3.100 Ladevorgänge registrierte Audi von Januar bis Ende April 2022 am Nürnberger Standort während der Pilotphase der weltweit ersten Schnellladestation mit sechs reservierbaren High-Power-Charging-Ladeplätzen; im Schnitt sind das 24 Ladevorgänge mit rund 800 kWh pro Tag. Zudem besuchten täglich durchschnittlich 35 Kund_innen die rund 200 Quadratmeter große, barrierefreie Lounge, zu der auch eine 40 Quadratmeter große Terrasse über den Ladecubes gehört – Tendenz weiter steigend. Das komfortable und per App reservierbare Ladeerlebnis mit Lounge sowie attraktivem Bewirtungsangebot nehmen Nutzer_innen durchweg positiv an. Kund_innen schätzen insgesamt das komfortable Laden mit Schwenkarm, Überdachung, Lounge und Concierge. „Die Zahlen und das positive Kundenfeedback zeigen, dass unser Konzept, eine flexible und premiumgerechte Schnellladeinfrastruktur im städtischen Raum anzubieten, voll aufgegangen ist“, sagt Ralph Hollmig, Projektleiter für den Audi charging hub. Die Serviceangebote wie die Tauschstation für Micromobilität-Akkussowie ein Lieferservice für Einkäufe wurden ebenfalls rege genutzt.

Autarke und nachhaltige Ladeinfrastruktur als Basis

Die Cubes dienen in Nürnberg und dann auch an allen künftigen Audi charging hub als Energiespeicher. Die flexiblen Containerwürfel lassen sich kurzfristig auf bestehenden Flächen auf- und wieder abbauen und bieten je Einheit zwei Schnellladepunkte.

Als Stromspeicher fungieren gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien – sogenannte Second-Life-Batterien, die aus zerlegten Erprobungsfahrzeugen von Audi stammen. Der Audi charging hub bringt so eine nachhaltige Schnellladeinfrastruktur über die Batteriespeicherlösung dorthin, wo das Stromnetz dafür nicht ausreichen würde, um sechs HPC-Ladepunkte mit bis zu 320 kW zu betreiben. Dank des 2,45 MWh großen Zwischenspeichers benötigt der gesamte Standort in Nürnberg lediglich einen 200-kW-Anschluss an das Niederspannungsnetz, um die Speichermodule kontinuierlich zu füllen. Dennoch lassen sich gleichzeitig bis zu sechs E-Autos mit rund einem Megawatt Leistung aufladen. Ein Grünstrom-Vertrag stellt sicher, dass ausschließlich Strom aus nachhaltigen Quellen zum Einsatz kommt. Photovoltaikmodule auf dem Dach liefern zusätzlich bis zu 30 kW grüne Energie.

Kompakte Variante für das Züricher Banken- und Versicherungsviertel

Auf Basis der Erkenntnisse und des positiven Feedbacks der Kund_innen in Nürnberg eröffnet Audi in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Variante des Audi charging hub Baukastens mit vier überdachten Ladepunkten an zwei Power-Cubes in Zürich. Der geringere Platzbedarf ist maßgeschneidert für urbane Standorte und passt ideal in das Banken- und Versicherungsviertel in Zürich. Weitere Vorteile: Die Vorläufe für Planung und Umsetzung sind kurz, Tiefbaumaßnahmen entfallen. Wesentlicher Bestandteil des variablen und kompakten Konzepts ist der im Vergleich zu Nürnberg nochmals modifizierte Schwenkarm, mit dem sich die Autos über die gesamte Breite der einzelnen Stellflächen barrierefrei mit bis zu 320 kW laden lassen. Die Bediendisplays an den Ladepunkten sind höhenverstellbar und die Wege zwischen Cube und Fahrzeug für Rollstuhlfahrer_innen ausreichend breit gestaltet. Zudem weisen zwei 55 Zoll große Bildschirme unter anderem auf die umfangreiche Servicelandschaft rund um den Hub hin – dazu zählen zahlreiche Food- und Fitnessangebote sowie ein E-Bike Sharing in unmittelbarer Nähe. Die im Vergleich zu Nürnberg kompaktere Variante des Audi charging hub in Zürich basiert ebenfalls auf dem Baukastenprinzip, nach dem sich verschiedene Größen eines Ladehubs mit und ohne Lounge realisieren lassen. „Auf diese Weise sind wir in der Lage, flexibel auf die Gegebenheiten am Standort zu reagieren“, erklärt Audi Projektleiter Hollmig.

Weiterer Rollout für 2023 und Mitte 2024 mit Fokus auf Deutschland

Nach Zürich plant Audi für die zweite Jahreshälfte 2022 weitere Standorte des Audi charging hub. Dann werden in Berlin und Salzburg zwei kompakte Versionen analog der Anlage in Zürich entstehen. Drei weitere Standorte in deutschen Metropolen sollen 2023 dazu beitragen, den gestiegenen Ladebedarf vor allem in urbanen Räumen zu decken. Darüber hinaus will Audi in deutschen Städten bis Mitte 2024 weitere Hubs eröffnen. Dafür sind die Vier Ringe noch auf der Suche nach attraktiven Standorten und Standortpartnern. Für den weiteren Rollout des Konzepts sind dann insbesondere zentrumsnahe Standorte, idealerweise mit befestigten Flächen und Services vor Ort, gesucht.