Fahrbahnzustandssensor SHAKE wird von NVIDIA DRIVE Hyperion Plattform unterstützt

  • Körperschallsensor SHAKE identifiziert Straßenzustand und erkennt möglichen Wasserfilm auf der Fahrbahnoberfläche
  • Sensortechnologie ergänzt bestehende Assistenz- und Sicherheitssysteme und ermöglicht Fahrzeugen zu „sehen“, zu „fühlen“ und zu „hören“
  • 77 GHz-Radarsensoren von HELLA sind ebenso für NVIDIA-Entwicklungsplattform für autonome Fahrzeuge qualifiziert

Der unter der Dachmarke FORVIA agierende Automobilzulieferer HELLA hat bekanntgegeben, dass sein innovativer Structural Health and Knock Emission (SHAKE)-Sensor zur Erfassung der Fahrbahnoberfläche auch von der NVIDIA DRIVE Hyperion-Entwicklungsplattform für autonome Fahrzeuge unterstützt wird. Mit dem SHAKE-Sensor können Fahrzeuge ihre Umgebung „hören“ und „fühlen“, die entsprechende Beschaffenheit analysieren und auf dieser Basis erforderliche Maßnahmen für Fahrersicherheit und -komfort einleiten.

Die serienreife Hyperion-Plattform von NVIDIA umfasst eine Rechnerarchitektur, Software sowie eine sicherheitszertifizierte Sensor-Suite, um den Entwicklungsprozess beschleunigen und die Fahrzeugintegration vereinfachen zu können. Der modulare Aufbau der Plattform ermöglicht es Automobilherstellern, nur auf jene Komponenten zurückgreifen zu können, die für die jeweiligen Fahrzeuganforderungen erforderlich sind. Neben dem Fahrbahnzustandssensor SHAKE werden auch 77 GHz-Radarsensoren von HELLA auf der DRIVE Hyperion-Plattform unterstützt.

Als Teil des DRIVE-Ökosystems von NVIDIA ist HELLA der erste Zulieferer, der eine technologische Lösung zur präzisen Echtzeitmessung eines Wasserfilms auf der Fahrbahnoberfläche ermöglicht. So detektiert der SHAKE-Sensor Vibrationen und Luftschall von aufgewirbelten Wassertropfen und ermittelt daraus den Nässegrad zwischen Reifen und Straße. Zuvor ist dies mittels Hochleistungskameras berechnet worden. Diese Technologien können jedoch nicht ausreichend Informationen für Fahrer oder selbstfahrende Systeme bereitstellen, um kritische Fahrentscheidungen treffen zu können.

„Unser SHAKE-Sensor übertrifft alle derzeit im Markt verfügbaren Technologien, die eine vergleichbare Zielsetzung verfolgen. Vor allem verschiebt er die Grenzen dessen, was ein Auto leisten kann. Mit einem intelligenten Sensor kann ein Fahrzeug seine Umgebung jetzt nicht mehr nur sehen, sondern zugleich auch hören und fühlen“, sagt Marco Döbrich, Leiter des Geschäftsfelds Sensorik bei HELLA.

„Die Möglichkeit, die Umgebungswahrnehmung von Radar, Lidar und Kamera mit dem SHAKE-Sensor von HELLA zu erweitern, wird die Sicherheit autonomer Fahrzeuge verbessern“, sagt Gary Hicok, Senior Vice President bei NVIDIA. „Durch die Bereitstellung aktueller und präziser Straßenzustandsdaten können Fahrzeuge automatisierte Funktionen für sicheres Fahren in Echtzeit anpassen.“

HELLA hat den SHAKE-Sensor zur Straßenzustandserkennung entwickelt, um die Fahrzeugwahrnehmung zu verbessern, indem er Körper- und Luftschall über ein piezoelektrisches Folienelement erkennt. Die exakten Sensorfähigkeiten dieses Elements geben Fahrzeugsystemen erforderliche Informationen, um kritische Fahrentscheidungen treffen zu können. So können Assistenzsysteme beispielsweise den Bremsweg in Abhängigkeit von der Fahrbahnnässe vorhersagen, die Längs- und Quersteuerung des Fahrzeugs entsprechend einstellen und den Abstand eines Autos zum vorausfahrenden Fahrzeug proaktiv anpassen.

Das piezoelektrische Folienelement, das Herzstück des Sensors, ist in der Lage, alle Arten von Körper- und Schallwellen einschließlich Wellenfrequenz und -dauer zu erfassen. So kann der innovative Sensor sogar zwischen dem Kontakt durch Wasserspritzer auf dem Sensor und dem Kontakt durch Kies unterscheiden.