Mattes Finish für 3D-gedruckten Blinklicht-Akzent  

Automobildesigner haben auch die kleinsten Details im Blick, wenn es darum geht ihren Fahrzeugen das besondere Etwas zu verleihen. Bei der „Untold Edition“ des MINI Clubman sind das zum Beispiel die sogenannten Side Scuttles – akzentsetzende Teilabdeckungen für die seitlichen Blinklichter an den vorderen Kotflügeln. Die Oberflächenspezialisten von BENSELER bringen dieses 3D-gedruckten Kunststoffelemente farblich in Form. 

Sie sind mit ihren Maßen 160 mm x 40 mm etwas länger als eine Zigarettenschachtel und im Rohzustand zunächst wenig effektvoll: die Abdeckkappen für die seitlichen Blinklichter des MINI Clubman in der „Untold Edition“. Das ändert sich aber mit der Bearbeitung durch die Oberflächenspezialisten von BENSELER, die diese 3D-gedruckten Kunststoffbauteile am Standort Bogen für Auftraggeber BMW Group entsprechend dessen Designvorgaben montagefertig präparieren. 

Standardmäßig entstehen Zierelemente, die im Fahrzeuginterieur und -exterieur von Modellserien verbaut werden, aufgrund der benötigten großen Stückzahl im Kunststoffspritzgussverfahren. Doch die Sonderedition des MINI Clubman, für die die Side Scuttles vorgesehen sind, beschränkt sich auf eine exklusiv begrenzte Zahl an Fahrzeugen. Deshalb werden die wenigen Tausend Abdeckungen mit ihrer typischen Schraffur im 3D-Druck-Zentrum der BMW Group in München hergestellt.  

Die Rohlinge bestehen aus Polyamid-Granulat, das Schicht für Schicht von den Lasern der 3D-Drucker zur vorgegebenen Rautenform verschmolzen wurde. Diese Kunststoff-Drucklinge mit ihrer aufgrund des Herstellungsprozesses rauen Oberflächenstruktur werden bei BENSELER zunächst einmal geschliffen – die äußeren Kanten maschinell, die filigranen Lamellen der Schraffur manuell, damit die die Struktur bewahrt bleibt. Aufgebracht auf einer Lackieraufhängung, von den Oberflächenspezialisten passgenau für diese speziellen Abdeckungen konstruiert, gelangen die Bauteile dann in den eigentlichen Lackierprozess. Dieser umfasst zunächst eine Grundierung, die die letzten eventuellen Unebenheiten egalisiert. Anschließend folgt die farbgebende Lackschicht mit der Farbvariante „Sage Green“, die abschließend mit Klarlack überzogen wird – ein mattes Finish für den gewünschten Designeffekt.  

Für die Fixierung der jeweiligen Aufträge passieren die Bauteile nach jeder Schicht den Einbrennofen. In dessen Handling liegt die eigentliche Herausforderung, denn einerseits dürfen die wärmeempfindlichen Kunststoffteile nicht aus der Form geraten. Andererseits muss der Lackauftrag so trocknen, dass keine Lacknasen o.ä. entstehen, die im schlechtesten Fall die Montage unmöglich macht. Doch BENSELER beherrscht seit über 30 Jahren eine Vielzahl an Nasslack-Verfahren –für Metalle, aber eben auch für Kunststoffe. Deshalb sind die komplexen Anforderungen der Blinklicht-Abdeckungen kein Hindernis für die Experten, auch bei diesen 3D-gedruckten Kunststoffteilen eine hohe Qualität und dauerhafte Wertigkeit der Oberfläche zu erzielen. Dass ihnen das gelingt, zeigt der Folgeauftrag, der eine weitere Charge der Side Scuttles in der Ausführung „Jet Black“ umfasst. 

Über BENSELER 
BENSELER ist kompetenter Dienstleister und Partner für technisch anspruchsvolle Lösungen in den Bereichen Beschichtung, Oberflächenveredelung, Entgratung und elektrochemische Metallbearbeitung von Serienteilen. Die BENSELER-Firmengruppe mit Sitz in Markgröningen bei Stuttgart besteht aus den zwei Geschäftsbereichen Coatings und Entgratungen. 2018 ist das Unternehmen zudem in die additive Fertigung im metallischen Bereich eingestiegen. 

Das Unternehmen entwickelt seine Kernprozesse stetig weiter, ergänzt sie um vor- und nachgelagerte Prozesse und pflegt Systempartnerschaften mit seinen Kunden. BENSELER versteht daher die Bedürfnisse des Marktes und kann Lösungen mit Mehrwert anbieten. Mehrere Standorte in Deutschland, die neue Unternehmenstochter in Polen sowie Beteiligungen in der Schweiz und in Tschechien stellen die räumliche Nähe zum Kunden sicher. 

Die BENSELER-Firmengruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von rund 148 Millionen Euro. Derzeit sind über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter 30 Auszubildende. Nachhaltigkeit und soziales Engagement prägen neben technischer Expertise das Handeln des seit mehr als 60 Jahren bestehenden Familienunternehmens.